Erzählcafé und 
Geschichtswerkstatt

An jedem Standort der Ausstellung

Erzählcafé 

Was beschäftigt mich am Thema Fürsorge und Zwang? 

Waren Sie oder jemand in Ihrer Familie von einer Zwangsmassnahme betroffen – als Kind von den Eltern getrennt, als junger Mensch zur Arbeit gezwungen, willkürlich hinter Mauern interniert? Im von Fachpersonen moderierten Erzählcafé teilen Anwesende aus der jeweiligen Region persönliche Erfahrungen in einer kleinen Gruppe. Auch am Thema Interessierte sind eingeladen, zu erzählen und zuzuhören. Seien Sie herzlich willkommen! 

Die Teilnahme ist kostenlos, die Zahl der Teilnehmenden beschränkt. Anmeldung beim jeweiligen Museum/Standortpartner (Kontakt siehe Standorte und Daten). 


3-teilige Geschichtswerkstatt

Haben Sie Geschichten von Fürsorge und Zwang in der Familie oder im Freundeskreis? Waren Sie selbst Opfer? Oder interessiert Sie einfach, wie Ihre Gemeinde mit Fürsorge und Zwang umging? In der Geschichtswerkstatt unterstützen Fachpersonen Sie dabei, Geschichten fürsorgerischen Zwangs zu erforschen. 
An jedem Standort der Ausstellung finden drei rund dreistündige Treffen statt. Einen vierten, abschliessenden Termin wird es 2027 geben. 


Ablauf
Die Geschichtswerkstatt vermittelt Wissen, schafft Verbindungen und lässt Sie erste Schritte im Forschen, Erzählen und Aufschreiben machen. An jedem Standort der Ausstellung finden drei Treffen statt: 
 

  • Einstieg: Die Fragen und Themen, die Sie mitbringen 
  • Geschichte(n) erforschen: Recherche, Akten, Archive 
  • Erzählen und Schreiben: Formen und Möglichkeiten, sich Lebensgeschichte(n) zuzuwenden 

 
Die Teilnahme ist kostenlos, die Zahl der Teilnehmenden beschränkt. Anmeldung beim jeweiligen Museum/Standortpartner (Kontakt siehe Standorte und Daten). 


Ziel

Die Ausstellung will Menschen, die Geschichten von sozialer Ausgrenzung und fürsorgerischem Zwang erlebt haben oder entsprechende Fälle in der eigenen Familie oder dem weiteren Umfeld vermuten, die Möglichkeit geben, diese Geschichten zu teilen und, falls gewünscht, zu erforschen. Diese Möglichkeit soll einerseits den beteiligten Personen zugutekommen, sie soll aber auch nach aussen die Vielfalt des Themas der sozialen Ausgrenzung sichtbar machen. Auch Geschichten des Gelingens interessieren: Warum wurde X nicht fremdplatziert, Y aber schon, obwohl die Umstände ähnlich waren? 
Mit dem Erzählcafé und der Geschichtswerkstatt entstehen in den Regionen Kontakte zu anderen Betroffenen erster oder weiterer Generationen, sowie zu Historikerinnen und am Thema und der Aufarbeitung Interessierten. 

Als Grundlage für die partizipative Ausrichtung des Projekts dient der Bericht «Erinnerungen partizipativ gestalten». In der Zusammenarbeit mit weiteren Menschen und Institutionen können Betroffene ein Feedback zum Konzept geben. 


Wer

Grundsätzlich sind alle angesprochen, die sich für die Geschichte des eigenen Umfelds oder allgemein für Sozialgeschichte interessieren: 

  • Menschen, die von fürsorgerisch begründeten Zwangsmassnahmen (FSZM) betroffen sind oder aus anderen Gründen Diskriminierungserfahrungen machen mussten und ihre Geschichte teilen wollen. 
  • Menschen, die bei einer bestimmten Person aus der eigenen Familie oder dem eigenen Umfeld eine FSZM-Betroffenheit oder andere Diskriminierungserfahrungen vermuten und diese so weit als möglich erforschen möchten. 
  • Menschen, die einen Beitrag zur Erforschung des Umgangs mit Fürsorge und Zwang in der eigenen Wohngemeinde oder in der eigenen Region leisten wollen. 



Wissen zum Mitnehmen
Wer selber forschen möchte, aber nicht an der Geschichtswerkstatt teilnehmen kann, findet im «Leitfaden, um selbst zu forschen» wertvolle Informationen zur Arbeit mit Quellen, sowie Literaturhinweise und viele nützliche Links. 

Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden und liegt in der Ausstellung zum gratis mitnehmen auf.

Mit bestem Dank für die Unterstützung: