Partizipative 
Geschichtswerkstatt

Haben Sie Geschichten von Fürsorge und Zwang in der Familie oder im Freundeskreis? Waren Sie selbst Opfer? Oder interessiert Sie einfach, wie Ihre Gemeinde mit Fürsorge und Zwang umging? In der Geschichtswerkstatt unterstützen Sie Fachpersonen dabei, Geschichten fürsorgerischen Zwangs zu erforschen. Hierfür finden drei gemeinsame Austauschtreffen statt. Zusätzlich steht den Teilnehmenden individuelle Unterstützung zur Verfügung. 


Ablauf

Die Geschichtswerkstatt folgt einem vierstufigen Aufbau, der mit zunehmender Partizipation einhergeht:

  • Als niederschwelliges Angebot können Besucher:innen der Roadshow eine Broschüre mitnehmen.
  • An einer Info-Veranstaltung lädt das Erzählcafé Personen dazu ein, ihre Geschichte in einer Gruppe zu erzählen.
  • Die Geschichtswerkstatt gibt Betroffenen und Interessierten die Möglichkeit, mit Unterstützung ihre eigene Geschichte bzw. Lokalgeschichte zu erforschen.
  • Das recherchierte Material kann niedergeschrieben und allenfalls publiziert werden.


Ziel

Die Ausstellung will Menschen, die Geschichten von sozialer Ausgrenzung und fürsorgerischem Zwang erlebt haben oder entsprechende Fälle in der eigenen Familie oder dem weiteren Umfeld vermuten, die Möglichkeit geben, diese Geschichten zu teilen und, falls gewünscht, zu erforschen. Diese Möglichkeit soll einerseits den beteiligten Personen zugutekommen, sie soll aber auch nach aussen die Vielfalt des Themas der sozialen Ausgrenzung sichtbar machen. Auch Geschichten des Gelingens interessieren: Warum wurde X nicht fremdplatziert, Y aber schon, obwohl die Umstände ähnlich waren? 

Das Projekt ist in der Vermittlungsphase vor Ort partizipativ ausgerichtet und wird somit dem Motto «Nichts über uns ohne uns» gerecht. Als Grundlage für die partizipative Ausrichtung des Projekts dient der Bericht «Erinnerungen partizipativ gestalten». In der Zusammenarbeit mit weiteren Menschen und Institutionen können Betroffene ein Feedback zum Konzept geben. 


Wer

Grundsätzlich sind alle angesprochen, die sich für die Geschichte des eigenen Umfelds oder allgemein für Sozialgeschichte interessieren:

  • Menschen, die Diskriminierungserfahrungen machen mussten und ihre Geschichte teilen wollen.
  • Menschen, die Diskriminierungserfahrungen bei einer bestimmten Person aus der eigenen Familie oder dem eigenen Umfeld vermuten und so weit wie möglich erforschen wollen.
  • Menschen, die einen Beitrag zur Erforschung des Umgangs mit Fürsorge und Zwang in der eigenen Wohngemeinde oder in der eigenen Region leisten wollen.


Für alle Interessierten haben wir einen einfachen Leitfaden konzipiert, um selber zu forschen.

Mit bestem Dank für die Unterstützung: